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Gründungsvereine Bundesliga: Die 16 Gründungsmitglieder von 1963

Die Bundesliga wurde am 24. August 1963 mit 16 Teams gegründet – eine Zahl, die bis heute bekannt geblieben ist. Von diesen 16 Pionieren spielen nur noch wenige in der höchsten deutschen Spielklasse.

Gründungsmitglieder der Bundesliga: 16 · Erste Saison: 1963/64 · Ältester deutscher Fußballverein: BFC Germania 1888 · Meister der ersten Saison: 1. FC Köln

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Die Bundesliga startete am 24. August 1963 mit 16 Vereinen (Wikipedia).
  • Der 1. FC Köln wurde erster Deutscher Meister der Bundesliga (Wikipedia).
  • 46 Vereine bewarben sich um einen Platz, 16 erhielten den Zuschlag (NDR).
2Was unklar ist
  • Welche exakte Verteilung der Gründungsmitglieder auf die heutigen Ligen gilt Stand 2024/25.
  • Wie viele Gründungsmitglieder tatsächlich nie abgestiegen sind – HSV war das einzige bis 2018.
  • Die genaue Anzahl der Abstiege einzelner Vereine in den letzten Jahrzehnten.
3Zeitleisten-Signal
  • 1963: Gründung der Bundesliga mit 16 Teams (BR).
  • 2018: Hamburger SV steigt als letztes Dauer-Bundesligist unter den Gründern ab. (BR)
  • 2024/25: Nur noch wenige Gründungsmitglieder in der 1. Bundesliga. (BR)
4Wie es weitergeht
  • Mehrere Gründungsmitglieder kämpfen um den Klassenerhalt oder Wiederaufstieg. (Wikipedia)
  • Der 1. FC Nürnberg hält mit neun Abstiegen einen unrühmlichen Rekord (Wikipedia).
  • Bayern München ist kein Gründungsmitglied, stieg aber 1965/66 erstmals auf und ist seitdem nicht mehr abgestiegen. (Wikipedia)
Fact Detail
Gründungsjahr Bundesliga 1963
Anzahl Gründungsmitglieder 16
Ältester deutscher Fußballverein BFC Germania 1888
Erste Bundesliga-Saison 1963/64
Meister der ersten Saison 1. FC Köln

Wer waren die 16 Gründungsmitglieder der Bundesliga?

Die Bundesliga ersetzte 1963 das bisherige System regionaler Oberligen als höchste landesweite Spielklasse im deutschen Fußball. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beschloss die Einführung einer eingleisigen Bundesliga mit 16 Teams zur Saison 1963/64. Zur Gründung gehörten genau 16 Vereine als Gründungsmitglieder.

Die 16 Gründungsmitglieder der Bundesliga 1963 waren: Hamburger SV, 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, 1. FC Kaiserslautern, Meidericher SV (heute MSV Duisburg), FC Schalke 04, Werder Bremen, VfB Stuttgart, Eintracht Braunschweig, Borussia Dortmund, TSV 1860 München, 1. FC Nürnberg, Karlsruher SC, Hertha BSC, Preußen Münster und 1. FC Saarbrücken. Auch der Bayerische Rundfunk bestätigt diese Liste und nennt explizit die Umbenennung des Meidericher SV in MSV Duisburg.

Die Auswahl der 16 Gründungsvereine

Die Auswahl der 16 Gründungsvereine erfolgte 1962/63 durch eine DFB-Kommission, die sportliche Kriterien, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und regionale Verteilung berücksichtigte. Laut NDR bewarben sich 46 Vereine um einen Platz in der neuen Bundesliga, von denen 16 letztlich den Zuschlag erhielten – eine Entscheidung, die damals heftige Diskussionen auslöste.

Was das bedeutet

Fast ein Drittel der Bewerber schaffte es in die erste Bundesliga. Das zeigt, wie hoch die Hürden waren – und warum viele Traditionsvereine wie Holstein Kiel oder St. Pauli damals leer ausgingen.

Welcher ist der älteste Verein in der Bundesliga?

Der BFC Germania 1888 ist der älteste deutsche Fußballverein überhaupt, wie der DFB bestätigt. Allerdings spielt der Club nicht in der Bundesliga. Der älteste Verein, der jemals in der Bundesliga aktiv war, ist der Hamburger SV, gegründet 1887.

Der HSV war von 1963 bis 2018 ununterbrochen in der Bundesliga vertreten – und galt lange als einziges Gründungsmitglied, das nie abgestiegen war. Sein erstmaliger Bundesliga-Abstieg 2018 markierte das Ende einer Ära. Die Ewige Tabelle der Bundesliga führt auf, dass Bayern München seit seiner ersten Bundesligasaison 1965/66 noch nie aus der Bundesliga abgestiegen ist – allerdings ist Bayern kein Gründungsmitglied.

Vergleich der Gründungsjahre

Die fünf ältesten Fußballvereine Deutschlands sind: BFC Germania 1888, Hamburger SV (1887), FC Schalke 04 (1904), TSV 1860 München (1860) und weitere. Der Hamburger SV und Schalke 04 gehören zu den ältesten aktiven Bundesliga-Vereinen.

Welche Gründungsmitglieder der Bundesliga sind noch nie abgestiegen?

Mit dem Abstieg des Hamburger SV 2018 gibt es kein Gründungsmitglied mehr, das durchgehend seit 1963 in der Bundesliga spielte. Der HSV war das einzige Gründungsmitglied, das bis zu seinem Abstieg nie aus der Bundesliga abgestiegen war.

Die Statista-Auswertung zur Bundesligazugehörigkeit zeigt, dass Werder Bremen als einziges Gründungsmitglied zusammen mit Bayern München die längste Anzahl an Bundesligajahren aufweist. Allerdings ist Bremen zwischenzeitlich abgestiegen und wieder aufgestiegen.

Neben Bayern München sind laut Ewiger Tabelle Bayer 04 Leverkusen, TSG 1899 Hoffenheim, FC Augsburg, RB Leipzig und 1. FC Union Berlin bisher noch nie aus der Bundesliga abgestiegen – jedoch ist keines dieser Teams ein Gründungsmitglied.

Die Clubs mit den meisten Abstiegen

Die Ewige Tabelle vermerkt, dass der 1. FC Nürnberg mit neun Abstiegen der Verein mit den meisten Abstiegen aus der Bundesliga ist. Nürnberg ist zugleich eines der 16 Gründungsmitglieder und hält damit einen unrühmlichen Rekord unter den Gründern.

Wie alles begann: Die Gründung der Bundesliga 1963

Die Bundesliga wurde am 24. August 1963 gegründet, um den deutschen Fußball zu professionalisieren und eine einheitliche höchste Spielklasse zu schaffen. Die Bundesliga ersetzte das bisherige System regionaler Oberligen.

In der Premierensaison 1963/64 wurde der 1. FC Köln erster Deutscher Meister der Bundesliga. Die Abschlusstabelle wies den 1. FC Köln mit 45:0 Punkten an der Spitze aus, gefolgt von Meidericher SV und Eintracht Frankfurt auf den Plätzen 2 und 3.

Die erste Saison 1963/64

Der erste Bundesliga-Spieltag fand am 24. August 1963 statt. In dieser Saison stiegen Preußen Münster und der 1. FC Saarbrücken als Tabellen-15. und -16. direkt aus der neu gegründeten Bundesliga ab. WELT hebt hervor, dass Preußen Münster nur eine einzige Bundesligasaison bestritt und anschließend in tiefere Ligen abrutschte.

Die Bundesliga wurde zunächst nur westdeutsche Vereine umfassen, da sie vor der Wiedervereinigung im Rahmen der Bundesrepublik gegründet wurde.

— BR.de, Zeitstrahl: Über 50 Jahre Fußball-Bundesliga

Wo spielen die Gründungsmitglieder heute?

Die 16 Gründungsmitglieder sind heute auf verschiedene Ligen verteilt. Die Statistikseite europapokal.de zeigt, dass die Gründungsmitglieder auf vier Ligen verteilt waren – mit mehreren Vereinen in der 1. und 2. Bundesliga, einigen in der 3. Liga und tiefer.

Ran.de zeigt in einer Gründungsmitglieder-Bilanz, dass Stand März 2026 einige Originalvereine wie Schalke 04, Werder Bremen, VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt, Borussia Dortmund und 1. FC Köln wieder bzw. weiterhin in der Bundesliga spielen. Der Hamburger SV ist seit 2018 zweitklassig.

Die Verteilung heute

Bayern München – obwohl kein Gründer – dominiert die Liga seit Jahrzehnten und hat die alten Strukturen grundlegend verändert.

Aktuelle Ligen der Gründungsmitglieder

Die Verteilung der Gründungsmitglieder auf die Ligen hat sich über die Jahrzehnte stark verändert. Vereine wie der 1. FC Nürnberg, Karlsruher SC und Hertha BSC kämpften zeitweise um den Verbleib oder Wiederaufstieg. Preußen Münster spielt heute in der 3. Liga oder Regionalliga.

Vergleich: Gründungsmitglieder und ihre Bundesligazugehörigkeit

Sechzehn Vereine starteten 1963 in der Bundesliga – ihre Wege haben sich seither dramatisch unterschieden.

Verein Status heute Bemerkung
FC Bayern München 1. Bundesliga Kein Gründungsmitglied, erster Aufstieg 1965/66, seither nie abgestiegen
1. FC Köln 1. Bundesliga Gründungsmitglied, erster Meister 1963/64
Borussia Dortmund 1. Bundesliga Gründungsmitglied, mehrfacher Meister
FC Schalke 04 Variabel Gründungsmitglied, zeitweise abstiegsgefährdet
Eintracht Frankfurt 1. Bundesliga Gründungsmitglied, etabliert
Werder Bremen 2. Bundesliga (Stand 2024) Gründungsmitglied, jahrzehntelang erstklassig
Hamburger SV 2. Bundesliga Gründungsmitglied, seit 2018 zweitklassig
VfB Stuttgart 1. Bundesliga Gründungsmitglied, mehrfacher Meister
1. FC Nürnberg 2. Bundesliga Gründungsmitglied, Rekord-Absteiger (9×)
Preußen Münster 3./4. Liga Gründungsmitglied, seit 1964 nur noch unterklassig

Die Tabelle zeigt: Nur eine Handvoll Gründungsmitglieder hat die Höhen und Tiefen der Bundesliga dauerhaft überstanden. Bayern München – obwohl kein Gründer – hat die Ligadynamik grundlegend verändert.

Was bleibt von den 16 Gründern?

Die Geschichte der Bundesliga ist auch eine Geschichte des Auf und Ab. Der 1. FC Nürnberg hält mit neun Abstiegen einen unrühmlichen Rekord unter den Gründungsmitgliedern, während Vereine wie Werder Bremen und der Hamburger SV jahrzehntelang das Gesicht der Liga prägten.

Die Ewige Tabelle vermerkt zudem, dass Preußen Münster bis zum HSV-Aufstieg 2025 der einzige Verein war, der in der Bundesliga gespielt hat, ohne jemals in sie aufgestiegen zu sein. Der Club kam 1963 über die Qualifikation in die neue Liga und stieg sofort wieder ab.

Der HSV war das einzige Gründungsmitglied, das bis zu seinem Abstieg nie aus der Bundesliga abgestiegen war.

— Facebook-Analyse zu Bundesliga-Gründungsmitgliedern

Zeitleiste: Die Bundesliga und ihre Gründer

Drei Datenpunkte erklären, warum die Bundesliga-Gründer heute ein so gemischtes Bild abgeben.

  • 1887: Gründung des Hamburger SV – ältester Bundesliga-Verein
  • 1963: Bundesliga-Gründung mit 16 Teams, erster Spieltag am 24. August
  • 2018: HSV steigt als letztes Dauer-Bundesligist unter den Gründern ab

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Ein tieferer Einblick in die Geschichte der Bundesliga zeigt zudem, welche Rekorde die Gründungsvereine im Laufe der Jahre aufgestellt haben.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Gründungsmitglieder der Bundesliga gibt es heute noch in der 1. Liga?

Nur noch wenige Gründungsmitglieder spielen regelmäßig in der 1. Bundesliga. Zu ihnen gehören der 1. FC Köln, Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt und VfB Stuttgart. Der Hamburger SV und Werder Bremen sind seit 2018 bzw. einem späteren Abstieg zweitklassig.

Welcher Gründungsverein hat die meisten Meistertitel?

Unter den Gründungsmitgliedern hat der 1. FC Köln die erste Meisterschaft gewonnen (1963/64). Borussia Dortmund und der Hamburger SV haben ebenfalls mehrere Meistertitel errungen, während Bayern München – obwohl kein Gründungsmitglied – die meisten Titel holte.

Warum wurde die Bundesliga 1963 gegründet?

Die Bundesliga wurde gegründet, um den deutschen Fußball zu professionalisieren und eine einheitliche höchste Spielklasse zu schaffen. Sie ersetzte das System regionaler Oberligen und ermöglichte einen nationalen Wettbewerb mit einheitlichen Standards.

Welches Gründungsmitglied ist am längsten in der Bundesliga?

Der Hamburger SV war mit 55 Bundesligajahren bis 2018 das Gründungsmitglied mit der längsten ununterbrochenen Erstligazugehörigkeit. Werder Bremen folgt mit vielen Jahren, ist aber zwischenzeitlich abgestiegen.

Welche Gründungsmitglieder spielen heute in der 2. Bundesliga?

Zu den Gründungsmitgliedern, die zeitweise oder dauerhaft in der 2. Bundesliga spielen, gehören der Hamburger SV, Werder Bremen, 1. FC Nürnberg, Karlsruher SC und Hertha BSC.

Wie viele Gründungsmitglieder sind abgestiegen?

Fast alle 16 Gründungsmitglieder haben mindestens einmal die Bundesliga verlassen. Der 1. FC Nürnberg hält mit neun Abstiegen den Rekord. Preußen Münster und der 1. FC Saarbrücken stiegen bereits in der ersten Saison ab.

Welcher Gründungsverein hat die wenigsten Bundesligajahre?

Preußen Münster und der 1. FC Saarbrücken haben jeweils nur eine einzige Bundesligasaison (1963/64) absolviert und sind danach nie wieder aufgestiegen. Sie gehören zu den Gründungsmitgliedern mit der kürzesten Bundesligageschichte.

Für deutsche Fußballfans zeigt diese Geschichte eines deutlich: In der Bundesliga überlebt nur, wer sich immer wieder neu erfindet. Die Gründervereine von 1963 haben dieses Prinzip am eigenen Leib erfahren – manche mit mehr Glück als andere.



Declan Moriarty

Declan Moriarty

Declan Moriarty ist Chefredakteur und verantwortlicher Herausgeber von MatchWire. Als Redakteur mit Sitz in Dublin und Hintergrund im Sport-Nachrichtendienst legt er die redaktionelle Linie fest, verantwortet den Korrekturprozess und steht öffentlich für alles ein, was MatchWire veröffentlicht. Sein Grundsatz ist einfach: Wenn etwas auf den Draht kommt, wurde es zuvor verifiziert.